Im Gespräch - Blickpunkt Schildesche

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Drinnen ist, was draußen dran steht
Ohrginal – Hörgeräte-Akustikerin Rita Zeuner tritt in Jöllenbeck gegen etablierte Mitbewerber an.
Sie sind schon knapp jenseits der fünfzig? Dann sollten Sie damit rechnen, irgendwann Anzeichen von altersabhängigen Einschränkungen Ihres Hörempfindens bei sich zu entdecken. Warten Sie nicht, bis Sie das Knistern der Schallplattennadel nicht mehr hören, sondern planen Sie stattdessen einmal jährlich einen kostenlosen und unverbindlichen Hörtest ein.
„Hören ist eine sehr emotionale Angelegenheit. Schlecht hören wird zunächst nicht wahrgenommen, dann verdrängt und weit von sich gewiesen. Während eine Brille gesellschaftlich akzeptiert ist und niemand aufgrund einer Gleitsichtbrille stigmatisiert wird, signalisiert das Tragen eines Hörgerätes offenbar für viele ‚jetzt gehöre ich zum alten Eisen‘. Statistisch gesehen wartet jeder Betroffene etwa sieben Jahre, bis er den Schritt macht und den Weg zum Hörgeräte-Akustiker antritt, angeschubst oft durch den mehr oder weniger sanften Druck der eigenen Familie. Das sind dann sieben Jahre, in denen man sich schleichend daran gewöhnt, weniger Anteil an dem Leben ringsum zu haben. Das ist sehr schade und vor allem völlig unnötig!“
Was verschlägt eine junge Frau aus Thüringen nach Jöllenbeck? „Na klar – die Liebe! Mit sechzehn habe ich zu Hause die Ausbildung zur Hörgeräte-Akustikerin begonnen. Die einzige Berufsschule für unseren Beruf befindet sich in Lübeck, dieser Teil der dualen Ausbildung läuft dort im Blockunterricht. Nach der Gesellenprüfung habe ich meine Meisterausbildung begonnen und 2009 im Rheinland meine Prüfung bestanden. Seit 2011 lebe ich glücklich in Bielefeld, fühle mich hier richtig wohl und möchte nicht mehr weg! Zusammen mit meinem Lebenspartner konnte ich meine Ideen in unserem Geschäft am Niederwall umsetzen. Der Schritt hier nach Jöllenbeck beruht auf einem schönen Zufall. Bei einer Veranstaltung zur 800-Jahr-Feier der Stadt hatten wir unseren Stand gleich neben dem Team aus der Adler-Apotheke. Daraus entwickelte sich eine Zusammenarbeit, in deren Rahmen wir in der Apotheke Hörtests durchführten. Im Herbst letzten Jahres dann der Tipp von Frau Sonneborn mit dem leerstehenden Ladenlokal gleich nebenan. Nach einigem Nachdenken reifte unser Entschluss, hier eine zweite Filiale zu eröffnen. Mit den Jöllenbecker Firmen Nack und Führmann konnten wir die notwendigen Umbaumaßnahmen schnell umsetzen und seit Anfang Januar haben wir jetzt geöffnet!“ beschreibt Rita Zeuner ihren Weg von Thüringen nach Ostwestfalen.
Für alle Jöllenbecker, die (wieder) besser hören möchten, findet sie aus dem Angebot zahlreicher Hersteller das individuell beste Modell. Schwerpunkte liegen auf den Geräten des Herstellers Audio-Service aus Löhne und der signia-Reihe von Siemens.
Dazu Rita Zeuner: „Die Technik der Geräte entwickelt sich rasant. Zu Beginn meiner Ausbildung war alles noch analog und die Anpassung erfolgte fummelig mit kleinen Werkzeugen und war selten optimal. Heute ist das Innenleben komplett digitalisiert und die Technik ermöglicht jetzt ganz unauffällige Geräte.“ Ohrginal macht es sich zur Aufgabe, das individuell beste Hörgerät in Abhängigkeit der Lärmumgebung und den jeweiligen Einschränkungen zu finden. Dazu bedient sich Frau Zeuner einer neuartigen Anpasstechnik: Audiosus. „Ohrginal ist für dieses brandneue System als einziger Betrieb in dieser Region zertifiziert. Audiosus wurde ursprünglich für Musiker entwickelt. Der Clou ist neben der Messtechnik die fein ausdifferenzierte Programmierung für die individuelle Abstimmung.“
Hörgeräte werden nicht nur immer kleiner, die Hersteller haben auch die Farben entdeckt: „Das Spektrum ist wirklich breit, von ‚wilden‘ Farbtönen bis passend zur Haarfarbe.“ Noch viel besser wird es, wenn das Hörgerät quasi überhaupt nicht mehr zu sehen ist. „In-Ohr-Geräte sind im Vergleich sehr anspruchsvoll in ihrer Anpassung. Wir haben uns auf diese Technik früh spezialisiert, da sie dem Anwender ein besonders natürliches Hörempfinden bietet. Denn Mikrofon, Lautsprecher und die Technik dazwischen befinden sich im äußeren Gehörgang in unmittelbarer Nähe zum Trommelfell. Die Funktion der Ohrmuschel kommt uneingeschränkt zum Tragen, zum Beispiel beim Richtungshören. Jedes In-Ohr-Gerät wird einzeln individuell angefertigt. Das beginnt mit einer Silikonform, die ich hier im Laden von dem Gehörgang abnehme. Von dieser Form erstelle ich einen 3D-Scan. Diese Daten gehen zum Hersteller, der mit einem 3D-Drucker danach die Hülle produziert. Dorthinein wird von Hand die Technik eingebaut. Das Resultat ist hörenswert!“
Die Haltbarkeit bzw. Nutzungsdauer von Hörgeräten wird mit sechs Jahren angesetzt, insbesondere weil die Krankenkassen nur in diesen Abständen neue Geräte bezuschussen. Rita Zeuner empfiehlt eine technische Überprüfung und einen Hörtest zwei- bis dreimal pro Jahr: „Dieser Service ist kostenlos für jedermann!“
Als nächstes will sie sich hinsichtlich der besonderen Anforderungen von Hörgeräten für Kinder fortbilden, um hörgeschädigten jungen Menschen die Welt der Geräusche und Klänge zu eröffnen, soweit es irgend geht.
Jetzt in Zentrum von Jöllenbeck
Im Gleichgewicht
Es ist noch gar nicht so lange her, dass Birgit Dittrich ihre Massagepraxis Im Gleichgewicht in Jöllenbeck eröffnet hat: „Zu Beginn konnte ich nicht einschätzen wie sich die Nachfrage entwickeln würde. Daher habe ich seinerzeit einen Raum bei uns zuhause entsprechend eingerichtet, das schien mir ein vertretbares Risiko. Heute ist mein Kundenstamm so weit gediehen, dass ich das Angebot von Fabian Gehring annehmen konnte und diesen Raum im Kellergeschoss von Jürmke Sports angemietet habe.“ Damit ist Birgit Dittrich quasi im Herzen von Jöllenbeck angekommen und für ihre Kunden optimal erreichbar: zu Fuß, per Rad, per Bus oder mit dem Auto. Bis zur Spenger Straße 2 ist es nicht weit und man kann den Besuch auch ganz einfach mit anderen Dingen verbinden, die man im Ort erledigen möchte. „Es ergeben sich bestimmt auch Gelegenheiten für die Menschen, die hier das Sportstudio besuchen, die Angebote ergänzen sich durchaus,“ ist Birgit Dittrich überzeugt.
Ihr Angebot verschiedener Massagen mit unterschiedlichen Techniken hat sie jüngst erweitert. Neben der
• klassischen Massage („vom Teenager bis zu Senioren über 80 – eigentlich etwas für jeden“) gab es zunächst noch die
• Schröpf-Massage („das ist eine sehr intensive Anwendung, sie löst Verspannungen und kann bei ganz vielen Beschwerden eingesetzt werden – am besten im wöchentlichen Rhythmus sogar schon bei Kindern und Jugendlichen“) und die
• Aiyuvedische Massage („da arbeite ich mit warmen Sesam-Öl und produziere so eine tiefgehende Entspannung, Zielgruppe in erster Linie Erwachsene“) ergänzt um
• Lomi-Lomi-Nui („diese Methode kommt aus Hawaii, da verwende ich ebenfalls ein spezielles Öl und durch die Massage wird die Muskulatur gedehnt“).
Neu ist die
• Honig-Zupf-Massage („durch die Zupfbewegung kann ich die verspannte Muskulatur optimal lockern – das ist wirklich ziemlich intensiv, das muss man auch aushalten mögen, aber das Ergebnis überzeugt“).
Die fünf unterschiedlichen Methoden sind kombinierbar, abhängig auch davon, welche Körperteile in die Massage einbezogen werden. Das beeinflusst auch den zeitlichen Umfang der Anwendung, die zwischen 25 und 90 Minuten dauern kann, in seltenen Fällen auch länger. Die Termine vergibt Birgit Dittrich nur nach Vereinbarung: Telefon 05206 / 99 82 661
Am 3. November ab 16.00 Uhr haben Sie die Gelegenheit, Frau Dittrich in ihrem neuen Wirkungsort kennenzulernen, ein Glas Prosecco zur Begrüßung gibt es auch …
Nur im Monat November können Neukunden von einem Kennenlernangebot profitieren: 30 Minuten Rückenmassage für nur 25,-€! Ab November führt Birgit Dittrich eine Treue-Karte ein. Nach zehn Terminen ist der elfte gratis, die vorher gebuchten Zeiten werden dabei gemittelt. Und noch ein weiteres Angebot, die Entschleunigungs-Massage für Kopf und Gesicht rundet jetzt das Programm weiter ab. Diese ist für Damen und Herren gleichermaßen geeignet. Zu guter Letzt: bei Frau Dittrich können Sie auch „Präventiv-Massagen“ erhalten, das Nähere sollten Sie telefonisch klären.
Haben Sie eigentlich schon alle Weihnachtsgeschenke? Wenn Sie sich für einen Gutschein von Im Gleichgewicht entscheiden, erhalten Sie eine kleine Überraschung gratis dazu.

Wohngruppe im Orchideenquartier
Pflege in Puschenentfernung
Vor einem halben Jahr berichtete der Blickpunkt über das im entstehen befindliche Wohnprojekt des DRK in der Orchideenstraße in Vilsendorf. In zwei Wohngruppen werden je neun Plätze für Menschen mit dementieller Erkrankung angeboten. Eine Wohngruppe wird dabei von der Stadt gefördert, die andere wird frei finanziert. Aktuell ist die letztere noch nicht komplett belegt, sie ist aber auch später bezugsfertig gewesen.
Michael Beimdiek (DRK Geschäftsführer Soziale Dienste OWL gGmbH), erläutert das Wohnkonzept, das ein Mittelding zwischen ambulanter und stationärer Versorgung ist: „Für einen Investor, der Wohnraum schaffen möchte, sind solche Wohngruppen eigentlich völlig unattraktiv. Nur indem wir langfristig die Belegung der Wohngruppen organisieren, kann die Miete gesichert werden. Wir können auch auf Notfälle reagieren, die sonst durch die langen Vorlaufzeiten im betreuten Wohnen schnell zu einem Problem werden können. Dies geht in Teilbereichen auch mit einer Vorfinanzierung einher. Hier kommt das Engagement der Stadt und der Stiftungen ins Spiel, ohne deren Einsatz so ein Projekt für einen gemeinnützigen Träger nicht darstellbar wäre, denn die rein ambulante pflegerische Versorgung wird nicht gefördert.“
Aus Sicht der Stadt wiegen die Vorteile dieser Idee so schwer, dass ein Förderkonzept entwickelt wurde, mit dem die gemeinnützigen Träger „rechnen“ können. Ein Vorteil ist unbestreitbar die soziale Komponente, da hier Plätze in der Wohngruppe unabhängig von Rente bzw. Einkommen angeboten werden. Ein weiterer ist der willkommene Nebeneffekt, dass durch ständige Präsenz in dem Pflegestützpunkt auch die Versorgungssicherheit im Quartier verbessert wird. Günther Garbrecht: „Pflege am Menschen in Puschenentfernung!“ Dazu Sozialdezernent Ingo Nürnberger: „Wir stellen fest, die stationäre Betreuung wird weniger nachgefragt, obwohl die Fallzahlen steigen, wir gehen von etwa 1.300 Personen im Stadtgebiet aus, bei einer jährlichen Steigerungsrate von fast 5%. Der ambulante Weg wird allgemein als menschlicher angesehen und folgt eher dem Wunsch der Betroffenen. Daher wollen wir noch einen Schritt weitergehen und die aufsuchende Dienstleistung als Unterstützung bei der Pflege in der Familie fördern. Unser Dezernat plant hier eine neue initiative.“
„Das Bielefeld so auf die ambulante Versorgung setzt, ist vorbildhaft,“ kommentiert Gunther Garbrecht, „ja, es ist ein bundesweites Leuchturmprojekt. Bielefeld entwickelt eine bunte Vielfalt an Konzepten, generationenübergreifend die demografische Herausforderung zu bewältigen. Da können wir durchaus auch mal stolz drauf sein!“ Und weiter: „Eine stationäre Betreuung ist selbstverständlich wichtig, aber eben nicht allein seligmachend.“
Das Wohnprojekt des DRK in der Orchideenstraße ist von der Stiftung Wohlfahrtspflege und von der Westdeutschen Lotterie mit zusammen knapp 70.000,- € unterstützt worden. Georg Fortmeier, Abgeordneter im Landtag NRW, betont daher die Bedeutung dieser beiden Stiftungen: „In die Stiftung Wohlfahrtspflege fließen die Erlöse der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen. Das ist auf diese Weise nur hier in NRW so geregelt. Es ist eine parlamentarische Stiftung unter demokratischer Kontrolle und sie hat seit ihrer Gründung 800 Millionen Euro in unserem Bundesland ausgeschüttet. Das Wohnprojekt hier wurde mit 40.000,- € bedacht.“ Auch Stiftungsmittel der Glücksspirale und der Fernsehlotterie konnten eingeworben werden.
Frau Mhethawi, die stellvertretende Pflegedienstleiterin, gibt zu Bedenken, dass die durchschnittliche Verweildauer in den Wohngruppen beginnend mit dem Pflegegrad 1 etwa fünf Jahre beträgt: „Daher ist es sehr bedeutsam, wenn die Menschen, die bei uns einziehen, möglichst Möbel und andere Gegenstände aus ihrer alten Wohnung mitbringen. Wir kalkulieren mit 50 m² pro Person. Stellmöglichkeiten für Möbel gibt es nicht nur in dem jeweiligen eigenen Raum, sondern auch an anderen Stellen in der Wohnung. Für Angehörige, die über Nacht bleiben wollen, steht ein Gästezimmer zur Verfügung. Pro Wohngruppe haben wir ein festes Team von 12 Mitarbeiterinnen, die bei uns fest angestellt sind. So können wir auch im Krankheitsfall einen raschen Ausgleich zwischen verschiedenen Wohnprojekten realisieren.“
Historisch betrachtet ist TeutoCare, der Pflegedienst des DRK übrigens von Jöllenbecker Hausärzten ins Leben gerufen worden.
Auszubildende und Praktikanten werden immer gesucht: Telefon 05206 / 54 80
Neue Apotheke und Rosen Apotheke
Unter neuer Leitung
Die Rosen Apotheke besteht bereits über ein halbes Jahrhundert, seit knapp zehn Jahren trägt Benjamin Behnke seinen Teil zum Erfolg bei. Der Pharmazeut ist gebürtiger Bielefelder. „Zum Studium zog es mich nach Marburg, eine schöne Studentenstadt in Nordhessen. Nach meinem Abschluss in 2008 wartete noch ein letzter Teil der Apotheker-Ausbildung auf mich, dazu hatte ich mich erfolgreich bei Herrn Schmidt hier in der Rosen-Apotheke beworben. So konnte ich die Örtlichkeiten, das Konzept und vor allem das Team als „Pharmazeut im Praktikum“ kennenlernen. Ein sinnvoller Weg, der es erlaubt, langsam in das tägliche Geschäft und in die Verantwortung hineinzuwachsen,“ erinnert sich Benjamin Behnke. Seit dem 1. Juli ist er der frischgebackene Leiter der beiden Apotheken und Nachfolger von Apotheker Rainer Schmidt. Die Filial-Leitung der Neuen Apotheke übte Benjamin Behnke bereits seit 2012 aus. Diese „Neue“ Apotheke am Horstheider Weg ist eine Ausgründung der Rosen Apotheke aus dem Jahre 2004. Beide Apotheken bieten selbstverständlich jeweils das gesamte Spektrum der pharmazeutischen Produkte und Dienstleistungen an – allerdings, es gibt zwei unterschiedliche Schwerpunkte. Die Neue Apotheke positioniert sich im Bereich Diabetologie, die Rosen Apotheke in der Homöopathie. In beiden Fällen haben die Mitarbeiterinnen ihre Kompetenz durch vielfältige Weiterbildungen erweitert.
Zusammengenommen zählen inzwischen zweiundzwanzig Personen zu dem Team der beiden Apotheken. „Für mich stand es ausser Frage, dass ich das Team komplett übernehme,“ betont Benjamin Behnke. „Mit motivierten Mitarbeiterinnen, die in ihrer Fachkompetenz stets auf der Höhe der Zeit bleiben und im Umgang mit unseren Kunden steht und fällt die Apotheke. Medikamente können Sie inzwischen auch im Internet bestellen. Ganz einfach von der Couch aus und inklusive Lieferung frei Haus, wenn Sie denn da sind. Und ja, man kann auch Geld dabei sparen. Warum sollten die Menschen also zu uns kommen? Die sofortige Verfügbarkeit bzw. die Lieferung innerhalb weniger Stunden ist sicher ein Pluspunkt, den die Internet-Apotheke so nicht darstellen kann. Völlig ohne Frage sind Pharmazeutisch technische Assistentinnen (PTA) in Hinblick auf Beratung und Hilfestellung um Längen besser ausgebildet, als der Logistiker, der ihre Internetbestellung zusammenpackt. Nur muss diese Qualifikation vorne am Verkaufstresen auch den Kunden erreichen. Daher nehmen wir uns für jeden einzelnen Kunden die Zeit, die dieser individuelle Fall braucht. Die Beratungstätigkeit in unseren Apotheken erschöpft sich nicht im Heraussuchen der richtigen Packung. Wir haben vielmehr ein Auge auf die wirksamen Bestandteile der Medikamente, kennen im Zweifel mögliche Alternativen, beziehen uns auf die Verschreibungshistorie der Patienten, berücksichtigen so Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen, die der verschreibende Arzt mitunter nicht überblicken kann und fragen daher im Zweifel auch bei ihm nach. Gerade weil wir viele unserer Kunden bereits über Jahre betreuen, können wir wertvolle individuelle Ratschläge und Hinweise geben.
Möglicherweise findet man einige Informationen auch in den diversen Internetforen und auf den unzähligen Webseiten zum Thema Gesundheit. Aber bei uns bekommt der Kunde dieses Wissen sofort, verständlich und individuell auf sein Anliegen hin aufbereitet. Ein unschätzbarer Vorteil, denn es geht schließlich um sein Wohlbefinden, seine Gesundheit und nicht nur um sein Portemonnaie.“
Genau hier sieht Benjamin Behnke die ausgewiesene Stärke seiner beiden Apotheken: beratungsaktiv mit viel Hintergrundwissen nah am Kunden sein, Zeit nehmen und Zeit haben.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Rainer Schmidt weiterhin in der Apotheke tätig ist und mit seinem Erfahrungsschatz jederzeit zur Verfügung steht. Ohnehin ist Apotheker Behnke in den nächsten Wochen mit unzähligen neuen Aufgaben konfrontiert, die jetzt mit der Leitung verbunden sind. Das Team, das gut zur Hälfte aus selbst ausgebildeten PTA‘s besteht, wird momentan ergänzt durch eine frischgebackene Pharmazeutin, die für ein Jahr ihr Praktikum hier erbringt und eine Apothekerin aus Rumänien, die über ihre Mitarbeit Schritte hin zu der Anerkennung ihrer Approbation absolviert.
Auch der Service der Altenheim- und Wohnstätten-Versorgung  wird natürlich beibehalten. Alles in allem sind und bleiben diese beiden Apotheken ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Gellershagen/Sudbrack.
Handy, Festnetz, Internet, Fernsehen ...
Telekommunikation braucht jeder
Kein Anschluss unter dieser Nummer oder der Teilnehmer ist zur Zeit nicht erreichbar. Ganz so schlimm muss es ja nicht kommen. Aber wahrscheinlich hat schon jeder einmal die Erfahrung gemacht, Bestandteile des Mobilfunk- oder Festnetzvertrages nicht verstanden oder zumindest falsch interpretiert zu haben. Die überbordende Zahl der Vertragsvarianten, die Winkelzüge der Bedingungen, die fehlende Vergleichbarkeit bei den Leistungen der verschiedenen Anbieter und dazu das Fachchinesisch – man wird den Verdacht nicht los, dies wird absichtlich so kompliziert gehandhabt.
„Telekommunikation ist ja deutlich mehr als nur telefonieren. Internet, Fernsehen, verschiedene Streaming-Dienste und Nachrichtenaustausch, das alles verbindet jeden von uns mit einem oder mehreren Anbietern dieser Dienstleistungen gleichzeitig. Wir nutzen diese Techniken jeden Tag. Zudem geht die Entwicklung immer weiter. Schnellere Übertragung, größere Bandbreite, leistungsfähigere Endgeräte, jetzt das sogenannte SmartHome. Auch unser persönliches Verhalten verändert sich. Das Smartphone ist zum ständigen Begleiter geworden, viele Menschen lassen sich von ihm morgens wecken und checken dabei gleich die neuesten Nachrichten. Wir sehen uns als regionaler Ansprechpartner in allen Fragen von Telefonie und Internet und den damit verbundenen Diensten. Unser Vorteil: wir sind nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden. Stattdessen sehen wir unsere Aufgabe darin, die individuell beste Lösung für den Kunden zu finden,“ umschreibt Rainer Gebauer die Tätigkeit von telefonundmehr aus der Apfelstraße 152 in Schildesche.
Dienstags bis freitags zwischen 10 und 13 Uhr und jeden Nachmittag von Montag bis Freitag zwischen 15 und 18 Uhr ist das Ladengeschäft geöffnet. „Zusätzliche Beratungstermine sind natürlich möglich. Zur Beratung kommen wir auch gerne zum Kunden nach Hause. Bei bestimmten Fragestellungen ist die vor-Ort-Beratung ohnehin sehr wichtig, zum Beispiel immer dann, wenn es um Installationen im Haus geht.“ Diverse Telefone für Festnetzanschluss oder Mobilfunk, Internetrouter und weitere Artikel von der Smartphone-Hülle bis zum SmartHome-Wasserdetektor sind im Laden vorrätig, was fehlt, kann kurzfristig besorgt werden.
Ein Schwerpunkt von telefonundmehr ist die Tarifberatung bei Mobilfunk und Festnetz. Dies beschränkt sich nicht allein auf Neuverträge, sondern gerade Bestandskunden aller Netzanbieter können von der Expertise von Rainer Gebauer und seinem Mitarbeiter profitieren. „Bei Mobiltelefonen können wir einen Rundum-Service gewährleisten: Datenumzug und Datensicherung, Einrichtung des neuen Gerätes, Anpassungen, Reparatur und Austausch im Gewährleistungsfall,“ fährt Rainer Gebauer fort.
Zwar gibt es telefonundmehr erst seit Herbst 2015, aber das Team kann auf jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken.
Seit ein paar Wochen fungiert telefonundmehr auch als DHL Paketshop, als Ergänzung, wenn die Informationen und Daten nicht auf Bits, Bytes oder Wellenlängen reduziert werden können.

Ich brauche den Stoff und an der Nadel häng ich auch!
Seit vier Monaten zeigt die Nähnadel auf den neuen Pol im Stoffuniversum: die Näh-Manufaktur an der Gunststraße/Ecke Sudbrackstraße. Okay, momentan etwas schwierig zu erreichen, die täglich sich ändernde Baustelle samt Vollsperrung auf der Sudbrackstraße hat diesen Teil Bielefelds quasi von der Außenwelt abgeschnitten – aber nur Mut und einfach der Nähnadel folgen.
„Stoff-Läden sind total gefährlich, da kann ich nur unter Aufbietung aller meiner Selbsterhaltungskräfte hindurchgehen, ohne gleich dem totalen Kaufrausch zu verfallen. Und aus Erfahrung weiß ich, anderen geht es ganz genauso. Daher gibt es hier bei mir auch keinen Stoff. Nur das Werkzeug und die Ideen, ganz unterschiedliche Sachen zu nähen und zu besticken,“ erzählt Stefanie Müller fröhlich von ihrer Passion.
Gebürtig aus Wolfsburg hat Stefanie Müller mehrere Jahre im Hotelfach verbracht, bevor sie in Herford eine Ausbildung zur bekleidungstechnischen Assistentin absolvierte. Der Weg von Herford nach Sudbrack führte über das Lenkwerk an der Stadtheider Straße, wo ihr erster eigener Laden für Nadel und Faden untergekommen war. „Ich bin Ansprechpartnerin für individuelle Ansprüche, für spezielle Auftragsarbeiten, für die Kreation neuer Dinge aus altem Stoff, Upcycling genannt. Beispiele sind Taschen, Hüllen, Bezüge, Accessoires, Kleidung mit Stickereien verschönern. Ein aktuelles Projekt sind Taschen, die aus Fotodrucken genäht werden. Auch alten Werbebannern des Lenkwerks habe ich schon zu neuen Aufgaben verholfen. Bekleidung zu nähen ist nicht mein Faible, Menschen, die auf der Suche nach einem Maßschneider sind, schicke ich hier um die Ecke eine Straße weiter. Aber all jene, die etwas total Verrücktes nähen wollen, was ihnen förmlich das Gehirn verknotet, denen kann ich oft helfen, oder wie mal eine Kundin sagte ‚mit Steffi funktionieren auch komplizierte Sachen‘,“ beschreibt Stefanie Müller ihre Ziele mit der Näh-Manufaktur.
Für die VHS ist sie ebenfalls aktiv und verantwortet die Kurse „Nähen mit und ohne Vorkenntnisse“ in Jöllenbeck. Vor Ort in der Näh-Manufaktur finden regelmäßig Kurse statt, maximal fünf Teilnehmer: „Meine Zielgruppe sind nicht nur Frauen, obgleich Jungs sich seltener fürs Nähen begeistern können. Viel Spaß habe ich auch mit Kindergeburtstagen oder Vorbereitungs-Nähen für den Junggesellinnen-Abschied.
Nähkurse gibt es an mehreren Tagen in der Woche. Jeden Dienstag ab 18.30 Uhr, an zwei Freitagen im Juni/Juli von 17.30 bis 24.00 Uhr, an drei Donnerstagen im Monat nachmittags von 16.00 bis 18.30 Uhr und am Sonnabend, 6. Mai und 5. August je eine lange Session von 10.00 bis 18.00 Uhr. In den Sommerferien können Kinder ab 10 Jahren dreitägige Nähkurse belegen. Die genauen Daten, Preise und freie Plätze erfahren Sie unter der Telefonnummer 0521/39 95 57 88 oder per eMail an kontakt@naeh-manufaktur.de. Oder gerade mal in der Gegend halten und einfach vorbeischauen, montags bis donnerstags von 10.00 bis 16.00 Uhr ist die Näh-Manufaktur geöffnet.

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