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Blumen sprechen lassen
Seit Jahrzehnten eine feste, wachsende Größe in Sachen Blumen und Pflanzen in Bielefeld. Inzwischen in der vierten Generation betreibt die Familie Wilking ihren Blumenladen und Gartencenter. Zunächst am Haller Weg angesiedelt, konnte Hans Wilking 1930 die Gärtnerei Wilhelm Meyer an der Sudbrackstraße übernehmen. Von der Obstplantage und Gärtnerei am Haller Weg wurden die Wochenmärkte in Bielefeld beliefert. Am neuen Standort wurde ein kleiner Laden mit ca. 20 m² Verkaufsfläche eröffnet, der überwiegende Umsatz konnte neben den Wochenmärkten mit dem Haus-zu-Haus-Verkauf erzielt werden. Johannes Wilking:„Mein Großvater zog einem Handwagen durch das Quartier und verkaufte Gemüse- und Tabakpflanzen!“ Die Zeit der Nutzgärten ist schon perdu, auch in vielen Schrebergärten dominieren die Zierpflanzen, „aber eine gewisse Rückbesinnung verspüren wir schon, allerdings werden Tabakpflanzen nicht mehr nachgefragt.“
1975 übernimmt Johannes Wilking den inzwischen deutlich angewachsenen Betrieb von seinem Vater. „Noch bis Ende der achtziger Jahre haben wir einige 10.000 Gemüsepflanzen im Jahr verkauft, dazu sehr viele Sämereien. In den Neunziger lief dies Geschäft langsam aus und gleichzeitig bewältigten wir den Wandel von der Produktion hin zu der immer umfangreicheren Präsentation. Heute stehen wir kurz vor dem Ende der eigenen Pflanzenproduktion. Es macht nur noch wenig Sinn, dazu wechseln die Vorlieben der Kunden viel zu rasch. Im Gartenbau hat es in den letzten Jahren grundlegende Änderungen der Anbaumethoden gegeben, die in unserem relativ kleinen Betrieb schlicht nicht umsetzbar sind. Wir verfolgen ein sehr ambitioniertes Ziel: schlicht das schönste Angebot zu haben. Eine große Auswahl auf einem sehr hohen floristischen Niveau, ergänzt durch mannigfaltige Wohnaccessoires. Ich will nicht übertreiben, aber wer hier nichts findet, findet nirgends etwas!“
Täglich frische Schnittblumen, zweimal wöchentlich neue Topfpflanzen. „Auch im Großhandel hat sich viel verändert. Die großen Blumenbörsen in den Niederlanden, so z.B. in Aalsmeer mit einer Auktionshalle von 800 x 800 m, haben sieben Tage rund um die Uhr geöffnet. Dort werden Trends gesetzt! Durch unsere jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen können wir dort je nach Tagesbedarf bestellen und zu wettbewerbsfähigen Preisen beziehen, im Gegensatz z.B. zu den großen Handelsketten, die gleichmäßig große Mengen abnehmen.“ In diesem Zusammenhang (Blumenbörsen) war sogar schon zweimal das Fernsehen zu Gast, nTV und der WDR. Das Einkaufsverhalten ändert sich, viele floristische Mitnahmeprodukte finden die Kunden heute im Eingangsbereich der Supermärkte. Dazu das ständig wachsende Angebot im Internet, wo nicht nur Sämereien oder Blumenzwiebeln zu finden sind, sondern inzwischen vermehrt auch Stauden verkauft werden. Johannes Wilking: „Diese Konkurrenz sehen und merken wir durchaus. Wir halten dagegen! So haben wir unsere Dienstleistung rund um die Blume bzw. Pflanze erweitert und statten Events und Büros aus. Nach wie vor setzen wir auf qualifizierte Beratung bei Themen wie Hochzeit, Garten, Balkon und Grabpflege. Übrigens hilft auch der Standort hier an der Sudbrackstraße und die für ein Blumengeschäft in der Stadt hohe Zahl an Parkplätzen.“
Das Konzept geht auf, denn die Familie Wilking zählt gut vier Fünftel ihrer Kunden zu der seit Jahren treuen Stammkundschaft. Der Bekanntheitsgrad, die hohe Zuverlässigkeit und das vielfältige Angebot sorgen dafür, dass mit Mona Wilking schon die nächste Generation angetreten ist, das Erbe weiter zu entwickeln. Das eigene Know-how wird zudem aktiv weiter gegeben, in den letzten 40 Jahren wurden bei Blumen Wilking 80 Floristen und Gärtner ausgebildet.
Wer überregional anderen Menschen mit Blumen eine Freude bereiten möchte, der kann dies seit 110 Jahren mit Fleurop – Blumen Wilking ist einer der lokalen Partner.
Ob für ein Geschenk oder die eigene Wohnung, ein Abstecher zur Sudbrackstraße lohnt sich auf jeden Fall.
Secondhand im neuen Look
Seit einigen Wochen präsentieren sich das Secondhand-Kaufhaus und der City-Laden der RecyclingBörse runderneuert. „Secondhand im neuen Look“, wie die Börsianer hintersinnig sagen:
• Die Präsentation im modernen, hellen Ambiente, dies mit recycelten oder Materialien aus dem hauseigenen Up-Cycling von Holz bis Metall, dazu Deko-Inseln und profimäßige Schaufenstergestaltung.
• Im Angebot: Secondhand-Mode und Textilien aus der eigenen regionalen Sammlung ebenso wie Möbel, Elektrogeräte, Hausrat, Deko aller Art, Bücher, Fahrräder und ein riesiger Velo-Ersatzteilfundus auch für ältere Schätzen, Spielzeug undsoweiterundsoweiter.
Auf knapp 700 Quadratmetern im Kaufhaus in der Blomestraße, auf rund 350 im City-Laden der Börse im Erdgeschoss des Parkhauses Jöllenbecker Straße, Ecke Große-Kurfürsten. Der Cityladen dabei mit dem Schwerpunkt auf Kleidung, Hausrat und Buch.
Als gemeinwirtschaftlicher Betrieb – Trägerverein: Arbeitskreis Recycling e.V. – sieht man sich der Beschäftigung und Qualfizierung von schwervermittelbaren Langzeitarbeitslosen verpflichtet. Rund 30 sind das zur Zeit. Im Fahrdienst, in der Annahme und Sortierung, in der Aufbereitung und Prüfung, in Sortimentspflege und Verkauf.
Die Börse versteht sich, auch wenn die Preise klein sind, dabei nicht als Sozialkaufhaus: „Wir sind für alle offen“. Auf dem Hof parken Upper-Class-Karossen ebenso wie arg ältere Autos, viele kommen mit dem Rad, andere zu Fuß von der drei Minuten entfernten Stadtbahnhaltestelle.
„Denn“, so die Überzeugung, „Secondhand ist für alle da und attraktiv. Egal ob als Fan, aus Überzeugung gegen Wegwerf-Wirtschaft oder weil das Einkommen klein ist“.
Secondhand-Kaufhaus RecyclingBörse!
Blomestraße 29, 33609 Bielefeld
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Sonnabend 10 bis 14 Uhr
Cityladen RecyclingBörse!, Große-Kurfürstenstraße 81, (Parkhaus Jöllenbecker Str./ehemalige KFZ-Zulassung)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Sonnabend 10 bis 14 Uhr
Weitere Filialen der Börse im Kreis Herford und Bad Salzuflen unter www.recyclingboerse.org.
Schritt für Schritt
Es ist noch keine drei Jahre her, da unternahm Birgit Dittrich ihren ersten Schritt in Richtung Selbständigkeit. Ein Raum in ihrem Zuhause wurde umgestaltet, in der Mitte eine spezielle Liege aufgebaut und die neue Kunde von Wellness & Massagen in der näheren Umgebung gestreut. Vor gut einem Jahr dann der zweite Schritt – Verlagerung an die Spenger Straße in das Untergeschoss von Jürmke Sports. Schlagartig wuchs der Bekanntheitsgrad, neue Massagetechniken ergänzten das Angebot, die Idee des Geschenk-/Kennenlerngutscheins wurde geboren und entwickelte sich erfolgreich.
Und jetzt der dritte Schritt: der Umzug in die Amtsstraße. Vom Keller des Fitness-Studios in das zweite Obergeschoss schräg gegenüber dem Heimathaus in den Räumlichkeiten der Physiotherapiepraxis Kemminer. „Indem dieser Raum jetzt weitgehend hergerichtet ist, die Sonne durch das Fenster hereinscheint und kaum noch ein Geräusch hereindringt, weder von der Straße noch aus dem Flur, erkennt man erst wirklich, welche Zäsur dieser Umzug mit sich gebracht hat. Alle meine Kunden, die inzwischen einmal hier gewesen sind, bestätigen mir immer begeistert stets aufs Neue, wie schön es geworden ist. Licht, Ruhe, frische Luft. Ich kann es selbst kaum fassen. Die Ruhe fördert insbesondere die Konzentration, ich kann mich intensiver auf die Massage einlassen und die Menschen entspannen schneller und tiefer,“ freut sich Birgit Dittrich.
Und damit nicht genug: angedacht ist schon der nächste Schritt, ein  neuerlicher Umzug – ins benachbarte Zimmer, das bietet etwas mehr Platz. Bis dahin ist es auch gar nicht so einfach, das„Gleichgewicht“ zu finden, denn unten an der Eingangstreppe sucht man einen Hinweis vergeblich. Also etwas für Insider ... „ein Schild wird kommen, wir wollen das hier im Haus gemeinsam in Auftrag geben. Ich kann damit auch leben, denn die Termine werden weiterhin ausschließlich telefonisch vergeben (05206/9982661) und dabei mache ich meine Kunden auf die neue Anschrift aufmerksam.“
Der Kreis der Kunden wächst und vor allem der Kreis der Stammkunden. Wer noch mit sich hadert oder wer doch lieber zunächst ein Familienmitglied beglücken möchte, der greift gerne zu den Kennenlerngutscheinen, ein schönen Geschenk nicht zu Weihnachten. „Die Gutscheine werden gut angenommen und viele neue Kunden lernen mich und meine Massagen so kennen.“
Mit dem Umzug verbunden hat Birgit Dittrich auch in eine neue Liege vom Typ Maltera investiert. Vielleicht auch ein Grund für die verbesserten Behandlungserfolge? „Die Liege erlaubt die optimale Lagerung, die zusammen mit der elektrischen Höhenverstellung für meine Massagen sehr vorteilhaft ist. Der Kunde nimmt zunächst die besonders hochwertige Polsterung wahr, profitiert von einer speziellen Gesichtsauflage und bemerkt eher nebenbei die schwenkbaren Armstützen. Zusammengenommen eine spürbar angenehmere Lagerung, ja das hilft aktiv bei der Entspannung,“ stellt Birgit Dittrich fest.
Wann ist die beste Zeit, sich auf eine Massage einzulassen? „Die beste Zeit gibt es wahrscheinlich nicht. Aber ich kann mit den Massagen meine Kunden auf die jetzt anbrechende ‚gemütliche‘ Jahreszeit einstimmen und Verspannungen, die sich im dem aktiv verlebten Sommer aufgebaut haben, abbauen. Die Honig-Zupf-Massage und die Schröpf-Massagen stärken zudem das Immunsystem. Also jetzt einsteigen ist sicher nicht verkehrt!“, formuliert Birgit Dittrich.
Kommen Sie ins Gleichgewicht, jetzt in der Amtsstraße 19
Vier Jahrzehnte im Beruf
„Mein Vater hätte gern gesehen, wenn ich Bäcker geworden wäre. Aber nach Abschluss der zweijährigen Handelsschule in Bünde war ich mir sicher, einen kaufmännischen Beruf ergreifen zu wollen. Da las ich die Anzeige der Kanzlei Späth, die einen Ausbildungsplatz für einen 'Gehilfen im steuer- und wirtschaftsberatenden Beruf' anboten, eine ziemlich sperrige Berufsbezeichnung. Mein Vorsprechen bei Herrn Späth führte unmittelbar zum Erfolg, ja, Herr Späth fragte sogleich, ob ich nicht schon einen Monat vorher anfangen könnte, es gäbe soviel Arbeit. So begann meine Ausbildung bereits am 1. Juli. Der erste Tag ist mir noch in besonderer Erinnerung, denn am Abend hatte Herr Späth die Belegschaft eingeladen und wir fuhren in ein Restaurant in der Nähe und feierten bis in die Nacht,“ erinnert sich Ulrich Schade und lacht.
Auf die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung folgte der Wehrdienst und im Anschluss eine Anstellung in einem Steuerbüro in Herford. „Herr Späth nahm nach einiger Zeit Kontakt zu mir auf und hat mich quasi abgeworben. Die Kanzlei hat sich seitdem stetig weiter entwickelt. Herr Finke trat die Nachfolge von Herrn Späth an, dann kamen weitere Partner hinzu, zunächst Frau Marquardt, dann Herr Kaup. Gleichzeitig eröffneten wir ein Büro in Bielefeld und zweimal sind wir innerhalb Spenge umgezogen, nicht zuletzt, weil aufgrund der wachsenden Zahl der Mitarbeiter die alten Räumlichkeiten aus allen Nähten platzten,“ führt Ulrich Schade weiter aus und beschreibt einen weiteren Aspekt: „Zu Beginn haben sich mehrere Mitarbeiter einen PC geteilt und der konnte auch nicht wirklich viel, es fand lediglich eine Erfassung von Buchungsdaten statt, die Weiterverarbeitung passierte im Rechenzentrum der Datev. Aber das ganze Drumherum erfolgte manuell. Kennzahlen, Summen und Salden, Bilanzen und Abschlüsse wurden von Hand gerechnet. Andererseits waren die Berichte, die der Mandant am Jahresende erhielt auch bei weitem nicht so umfangreich. Heute ist unsere Arbeit ohne die umfassenden Möglichkeiten, die die Datev-Umgebung bietet, überhaupt nicht mehr vorstellbar.“ Die Arbeitsabläufe sind heute komplett anders,  die Beziehung zu den Mandanten hat sich allerdings auch gewandelt. „Nicht nur, dass man einen Mandanten über Jahrzehnte hinweg persönlich betreut, z.T. inzwischen in der nächsten Generation. Da wächst ein enormes beidseitiges Vertrauensverhältnis. Man geht gemeinsam den Weg, begleitet die Mandanten, sieht wie sie sich entwickeln. Die gesetzlichen Anforderungen, mit denen die Mandanten umgehen müssen haben sich grundlegend geändert, hinzu kommen noch sehr weitreichende Regeln durch das Ranking der Banken, man denke allein an Basel II. Unsere Tätigkeit ist heute für die Unternehmensentscheidungen viel wichtiger geworden und wir sind oft in der Beratung vor einer zukünftigen Investition gefordert. Früher haben wir in der Regel nur zurück geschaut,“ beschreibt Ulrich Schade den Kontakt zu seinen Mandanten. Eine regelmäßige Fortbildung ist daher für ihn Pflicht.
Der Blick zurück nach vorn
„Es war auf jeden Fall die 100% richtige Berufsentscheidung! Und ich behaupte, für junge Menschen, die ein kaufmännisches und in Teilen auch juristisches Interesse mitbringen, gilt nach wie vor: eine gute Berufsausbildung, die einem sehr abwechslungsreichen Beruf vorausgeht. Die Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer ist nicht einfach, aber dafür hat man anschließend viele Berufsaussichten, nicht nur in einer Steuerberater-Kanzlei. Der Beruf hat Zukunft, mit der Weiterbildung zum Fachwirt oder mit einem berufsbegleitend erworbenen Bachelor bieten sich immer Aufstiegsmöglichkeiten. Am Ball bleiben, den Kopf einschalten, offen sein für stete Weiterentwicklungen. Toller Beruf, nie langweilig.“ Ulrich Schade stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die weitergehende Digitalisierung auf sein Berufsfeld haben wird, ob vielleicht künstliche Intelligenz menschliche Erfahrung ersetzen könnte. Stand heute hat die Digitalisierung seiner Ansicht nach zwei Seiten: für die Finanzbehörden werden sehr viele Vorgänge erheblich vereinfacht, für die Betriebe aber auch den einzelnen Steuerpflichtigen erhöht sich der Aufwand bei oft nur geringen unmittelbar positiven Effekten. Er sieht auch die Gefahr, Ergebnissen, die der Computer auswirft allein deswegen zu vertrauen, weil diese doch von einer Software geliefert wurden. Hier ist für ihn eine langjährige Berufserfahrung auch in Zukunft nicht zu ersetzen.
Arbeit ist nicht alles
„Die Kopfarbeit im Büro hält fit – im Kopf,“ so Ulrich Schade. Für den körperlichen Ausgleich betreibt er seit vielen Jahren aktiv Radsport in der LRG Lenzinghausen, wo er auch ehrenamtlich im Vorstand aktiv ist. Jedes Frühjahr fährt er zusammen mit einigen Vereinskameraden zum Training nach Mallorca. Ulrich Schade betont aber auch die gute Arbeitsatmosphäre in der Kanzlei. Einige seiner Kolleginnen sind ebenfalls schon über Jahrzehnte dabei, die nächste und übernächste Generation geht in der Kanzlei schon ihren Weg. Hinzu kommen die sozialen Komponenten: „Angefangen über die gemeinsame Rückenschule, den Augenarzt, der regelmäßig zu uns kommt, die sportlichen Events, wie Firmenläufe etc bis hinzu unseren Betriebsausflügen, alles zusammen macht unsere Kanzlei zu einer schönen Arbeitsumgebung.“ Und die möchte Ulrich Schade auch noch lange nicht verlassen.
Neueröffnung: Konoba
Die Zeit hat sich gelohnt
Im Zentrum von Jöllenbeck, genauer auf der Ecke Dorfstraße/Amtsstraße, steht ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, das schon seit Jahrzehnten stets einen gastronomischen Betrieb beherbergt hat. Jetzt, nach eineinhalb Jahren Umbauzeit, hat das Konoba eröffnet. Konoba beschreibt in Kroatien ein kleines Restaurant, das seine Wurzeln in einem Weinkeller hat, aus dem heraus zunächst Wein und dann später auch Speisen verkauft wurden, in der Regel in einem sehr alten Gebäude. Darauf spielt Matijas Tesija an, der junge und stolze Besitzer des neuen Restaurants. „Ich selbst bin in Halle/Westfalen aufgewachsen. Meine Eltern sind seit 1982 in der Gastronomie unterwegs, zuletzt führten wir als Familie ein Wellness-Hotel in der Eifel. Nach dem Tod meines Vaters wollten wir wieder hierher zurück. Da meine Eltern als junge Leute hier in Jöllenbeck gelebt haben, kommt meine Mutter sozusagen zurück nach Hause! Dieses Gebäude wurde uns angeboten und es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Zunächst einmal die Top-Lage im Herzen von Jöllenbeck. Dann die Möglichkeiten, die wir hier haben und nach und nach umsetzen möchten. Von Anfang an hatte ich eine klare Vorstellung, wie sich dieses Haus unseren Gästen einmal präsentieren sollte. Das der Weg dahin so schwierig werden würde, hatte ich allerdings nicht erwartet. Aber es ist getan und jetzt haben wir geöffnet. Daher möchte ich nach vorne schauen und alles dafür tun, meine Gäste zufriedenzustellen.“
Wer noch die Bilder der früheren Restaurants in diesem Haus im Kopf hat (zuletzt Michelangelo, davor Maskottchen), wird sich verwundert die Augen reiben. Ein stil- und geschmackvolles Ambiente erwartet die Besucher. Nicht überladen, nicht aufdringlich. Die persönliche Handschrift von Matijas Tesija lässt sich an mannigfaltigen Stellen ablesen und so wirkt das Restaurant authentisch. Wie zum Beispiel die zahlreichen Schwarzweiß-Abzüge, die die Wände schmücken und immer wieder neue Details entdecken lassen. Details aus dem Leben der Familie Tesija. Kurz, der Umbau hat dem alten Gemäuer ein modernes Ambiente eingehaucht. Und dies findet seine Entsprechung auf der Speisekarte: alte Gerichte aus Dalmatien modern interpretiert.
„Zunächst möchten wir erreichen, dass die Gäste bei uns einen schönen Abend verbringen und sich wohlfühlen. Sie sollen sich Zeit nehmen können und diese auch genießen. Dazu tragen wir bei, indem wir frische Kräuter auf den Teller bringen und zwar nicht nur als Deko. Ohnehin verarbeiten wir in der Küche ganz überwiegend regionale Produkte, sofern es irgend geht. Tintenfische werden hier allerdings leider nicht gefangen. Aber die Saisonkarten nehmen ausdrücklich Bezug auf das Angebot vor Ort, z.B. beim Wild. Der Tintenfisch wird mit einer speziellen Füllung versehen, eine der kroatischen Spezialitäten, die wir anbieten. Oder Peka, ein Schmorgericht, bei dem Gemüse, Kartoffeln und Fleisch unter einer Glocke gemeinsam langsam garen. Das dauert allerdings gut zwei Stunden und muss vorbestellt werden.“ Der Koch stammt ebenfalls aus Kroatien und legt Wert auf frisch zubereitete Speisen. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, man spürt, es wird Wert auf Individualität und Qualität gelegt. Natürlich finden sich auch vegetarische Gerichte auf der Karte. Für junge Menschen und für Ältere gibt es kleinere Portionen aller Speisen, also nicht nur die hinlänglich bekannten Kinder- und Seniorenteller.
Eine weitere Besonderheit: die beiden Hausweine. Der Rote ist eine Cuvée aus Merlot und Babic, der Weiße eine aus Malvasia und Zlatina. Die Trauben stammen aus biologischem Anbau und werden von  Matijas Tesija in Dalmatien selbst ausgebaut.
An den Tischen aus der Tischlerei Roussakis aus Steinhagen sitzt man gut und gerne auch länger. Insgesamt bietet das Konoba Platz für ca. 70 Gäste, der hintere Teil des Schankraums ist durch eine Glastür getrennt, so kann eine Gruppe mit 30 Personen auch für sich bleiben.
Geöffnet ist das Restaurant von Dienstag bis Sonntag ab 17.30 Uhr. Die Küche schließt um 22.00 Uhr. Wer auch am Mittag gerne mal etwas anderes essen möchte, kann dies an den gleichen Wochentagen von 11.30 bis 14.00 Uhr tun. Dazu gibt es jeweils eine Wochenkarte mit fünf unterschiedlichen Menüs mit je drei Gängen zu 9,90 €. Wer Wartezeiten vermeiden möchte, sollte für das Abendessen einen Tisch reservieren: 05206 / 99 82 863.
Matijas Tesija zieht vorläufig eine positive Bilanz: „Wir hatten schon viele Gäste in den ersten Tagen. Alle sind sehr neugierig und stets angenehm überrascht. So, dass sie uns auch schon weiterempfehlen. Das ist ein gutes Zeichen. Hinzu kommt: wir sind ja noch gar nicht fertig mit dem Umbau. Der Biergarten ist noch eine Baustelle, dort wird eine offene Grillküche mit einer eigenen Außenkarte und eine Außentheke entstehen, ebenso der neue barrierefreie Eingang. Wir möchten auch von Zeit zu Zeit Live-Musik anbieten, wir haben Ideen für einen kroatischen Abend. Kurz, wir wollen nicht stehen bleiben, sondern den Gästen immer wieder etwas bieten, damit sie sich auf eine Abwechslung freuen können und Spaß haben. Aber über allem steht: wir möchten jeden Gast glücklich machen!“
Überzeugen Sie sich selbst, ob Sie Matijas Tesija da zustimmen können.

Allergie im Frühjahr
Liebe Kundinnen und Kunden,
die Vorboten des Frühlings erfreuen uns in diesen Tagen mit etwas milderen Temperaturen... aber wo die meisten Menschen sich freuen, wenn die Natur aufblüht, zücken die Allergiker unter uns bereits die Taschentücher. Auf die ersten Pollen der Saison reagieren sie mit Niesreiz und Augenjucken. Die Diagnose: Heuschnupfen. Durch die verstärkte Produktion von Nasensekret sollen die lästigen Pollen aus der Nase gespült werden.
Für die leidgeprüften Pollenallergiker startet der Pollenflug jedes Jahr ein bisschen früher. Die Saison beginnt mittlerweile schon im Februar und März. Die ersten Pollen bringen Sträucher und Bäume, wie Hasel, Erle, gefolgt von Birke und Buche. Im Mai geht es dann mit den Gräsern weiter, die bis Anfang August blühen. Im Juni sind es vor allem Roggen, Wegerich und Beifuß, die Heuschnupfen-Geplagte quälen.
Durch eine exakte Diagnostik und eine adäquate Therapie kann heute fast jedem Allergiker geholfen werden. Die beste Therapieform stellt nach Meinung der Experten die so genannte Hypo-Sensibilisierung dar, bei der Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg die Allergie- auslösenden Stoffe in zunächst geringer, dann in stetig steigender Dosis verabreicht bekommen. Das Immunsystem soll sich auf diese Weise allmählich an die Allergene gewöhnen. Besonders für Patienten mit ausgeprägten Beschwerden bietet sich diese Therapie an.
Ein paar Verhaltenstipps können jedoch auch „leichten“ Allergikern das Leben erleichtern. Hier nur einige Beispiele: Studieren Sie bitte regelmäßig die Pollenflugvorhersage und halten Sie beim Autofahren die Fenster nach Möglichkeit geschlossen. Tragen Sie im Freien eine Sonnenbrille – das schützt Ihre empfindlichen Augen. Halten Sie Ihren Rasen kurz, mähen Sie ihn nach Möglichkeit nicht selbst. Vermeiden Sie Spaziergänge auf blühenden Wiesen und Feldern und vor allem: Ziehen Sie keine blühenden Pflanzen in Ihrer Wohnung.
Bei Beschwerden ist auch eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln möglich. Wenn das nicht hilft, versuchen Sie es doch – nach ausführlicher Beratung und Anweisung durch Ihren Arzt – mit speziellen antiallergischen Medikamenten. Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sprechen Sie uns bitte an.
Das Team der Rosen-Apotheke und der Neuen Apotheke berät Sie gern!
Herzlich, Ihr Apotheker Benjamin Behnke
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