Stadtbezirk - Blickpunkt Schildesche

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Bewegt & Mobil Älter werden          
… unter diesem Motto findet in Zusammenarbeit mit dem Sportbund Bielefeld, verschiedenen Bielefelder Sportvereinen und vielen anderen Partnern, der diesjährige „Tag der Mobilität“ statt.
Bei einem Rückblick auf langjährige positive Erfahrungen mit einer ähnlichen Veranstaltung in der Vergangenheit, haben wir uns in diesem Jahr entschieden, den Aktionstag wieder einmal als Indoor-Veranstaltung in den Herbst zu verlegen.
Für den Veranstaltungsort haben wir uns auf Grund seiner guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinien 27, 31, 51, 155 sowie Stadtbahn Linie 1 – Endstation Schildesche), den sehr guten und ausreichenden Parkmöglichkeiten und der bestens geeigneten Räumlichkeiten entschieden.
Die Aktionen und Angebote der Veranstalter richten sich an alle jüngeren und junggebliebenen, sowie ältere Menschen ab ca. 50 Jahre, die erfahren möchten, wie ein aktives und eigenständiges Leben im Alter trotz Einschränkungen ermöglicht werden und Spaß machen kann.
Gemeinsam möchten wir Ihnen die vielen unterschiedlichen Formen einer bewegungsaktiven Freizeit, allein oder mit Gleichgesinnten in einer Gruppe, sowie zahlreiche weitere Unterstützungsmöglichkeiten näher bringen
Besuchen Sie uns am
Sonnabend, 17. November 2018 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr
in der Martin-Niemöller-Gesamtschule Schildesche, Apfelstraße 210, 33611 Bielefeld
Die Schirmherrschaft hat freundlicherweise wieder Herr Franz Müntefering als Botschafter des Projekts 'Bewegt ÄLTER werden in NRW!' des Landessportbunds NRW übernommen. Er wird die Veranstaltung gemeinsam mit unserem Oberbürgermeister eröffnen.
Über den gesamten Veranstaltungszeitraum hinweg erwartet Sie ein buntes und abwechslungsreiches Programm zum Zuschauen, Mitmachen und Ausprobieren.
Hierzu gehören neben den Angeboten von einigen Bielefelder Sportvereinen auch Informationsstände zu Themen wie:
• Mobilität durch die richtige Hilfsmittelversorgung
• E-Bikes - auch als Dreiräder
• Reisen im Alter
• Rund ums Ohr
• Verkehrssicherheit und vieles mehr
Die Gesundheitsmeile bietet kostenlos Blutdruck-, Blutzucker und –Sauerstoffgehaltmessungen, Venendruckmessung, Hör-, Seh- und –Reaktionstest an.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Gerne bringen Sie Partner/in, Familienangehörige, Freunde und Bekannte mit.
Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Herzlichst, das Orgateam

Friedhof Schildesche – mehr als ein Bestattungsort
Neunzehn Friedhöfe liegen in der Zuständigkeit der Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs. Hierzu gehören Parkfriedhöfe, Waldfriedhöfe, aber auch geometrische Friedhöfe wie der Friedhof in Schildesche.
Vielfältige Funktionen
Allen kommunalen Friedhöfen ist gemein, dass sie mehr als klassische Beisetzungsorte darstellen. Denn Friedhöfe sind auch wichtige Zeitzeugen, die die Entwicklung der Bestattungskultur in der Gesellschaft widerspiegeln. Auf dem Friedhof in Schildesche ist dies gut am Hauptweg abzulesen, der von der Kapelle zum Eingangstor führt. Beidseits des Weges befinden sich zahlreiche historische und kunstvolle Grabmale. Dazu gehört ein achteckiger Grabstein mit reichhaltiger Verzierung (siehe Foto). Dieser erinnert an Pfarrer Krönig, der den Friedhof 1928 einweihte. Ebenfalls ein Teil dieser kunstvollen Grabmale ist der mit Wappen verzierte Stein der Familie Voltmann. Dieser verdeutlicht die Größe des ehemaligen Kirchspiels Schildesche, das einst bis zur Werther Straße reichte.
Darüber hinaus hat der Friedhof einen Erholungswert für die Schildescher Bevölkerung. Nicht zuletzt leistet der Friedhof ob seiner vielfältigen Strukturen einen wichtigen Beitrag für den Natur- und Artenschutz. Die vielfältigen Funktionen des Friedhofs Schildesche lassen sich am besten auf einem Spaziergang oder während einer der regelmäßig angebotenen Friedhofsführungen entdecken.
Ersatz für den Friedhof an der Stiftskirche
Der Schildescher Friedhof wurde 1828 als Ersatz für den damaligen Friedhof an der Stiftskirche, dem heutigen Kirchplatz, eröffnet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts herrschten dort ungeordnete Verhältnisse. Hatten die wohlhabenden Bauern meist Erbbegräbnisse mit bis zu 14 Gräbern, mussten die Heuerlinge und Armen des Ortes, die immerhin drei Viertel der Bevölkerung ausmachten, auf einer kleinen Fläche hinter der Kirche beigesetzt werden. Dort ging es bisweilen wenig pietätvoll zu. Der Friedhof war ein beliebter Spiel- und Tummelplatz für die Jugend, beim regelmäßigen Jahrmarkt herrschte großer Trubel und auch zum Küheweiden musste er herhalten. Erst mit Beginn der Herrschaft Napoleon Bonapartes änderte sich dies. Friedhöfe sollten nunmehr außerhalb der Städte und Dörfer angelegt werden. Daher wurde von der katholischen Gemeinde etwas außerhalb von Schildesche ein Grundstück ‚auf ewige Zeiten‘ gepachtet. Hier wurde der neue Friedhof errichtet und im November 1828 eröffnet. Die Anlage des Friedhofs Schildesche erfolgte auf Teilflächen der heutigen Abteilungen 1 und 2 in streng geometrischer Form. Der Mittelweg wurde als Hauptweg durch eine kastenförmig geschnittene Lindenallee betont. Rund 100 Jahre später war der Schildescher Friedhof so dicht belegt, dass der Erwerb von zusätzlichen Flächen jenseits der Engerschen Straße erforderlich wurde. 1930 folgte die Errichtung der Friedhofskapelle auf dem alten Friedhofsteil. Diese steht seit dem Jahr 2002 unter Denkmalschutz.
Vielfältiges Bestattungsangebot
Heute ist der Friedhof ein attraktiver Bestattungsort mit einem vielfältigen Grabstättenangebot. Überwiegend wird der Friedhof durch von Angehörigen gepflegte Familiengrabstätten geprägt. Mittlerweile wurde in den letzten Jahren das Angebot behutsam um pflegefreie Grabstätten erweitert. So werden auf dem Friedhof Rasenpflegegrabstätten für Urnen- und Erdbestattungen vorgehalten, die Bestattungsmöglichkeiten für Einzelpersonen und Paare bieten (Siehe Foto oben rechts).
Freie Friedhofswahl
Da bereits vor Jahren die Bestattungsbezirksgrenzen weggefallen sind, gibt es bei der Wahl des Friedhofs keine Einschränkungen. Somit können auch Personen, die nicht im Stadtbezirk wohnen, eine Grabstätte auf dem Schildescher Friedhof erwerben.
Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs berät gerne
Ein Blick auf die Internetseiten der Friedhofsverwaltung bietet erste Hilfestellungen bei der Auswahl des Wunschfriedhofs und der gewünschten Grabart. Hier lassen sich auch unkompliziert Flyer und Broschüren mit weitergehenden Informationen bestellen. Wer das persönliche Gespräch bevorzugt, kann sich direkt an die Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebs wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Eine weitere Möglichkeit, sich zwanglos im Kreise von Gleichgesinnten über Grabarten und Bestattungsformen zu informieren, sind die regelmäßig angebotenen Friedhofsführungen.
Gellershagenfest
Seit gut drei Jahrzehnten trifft sich Gellershagen im Spätsommer zum Nachbarschaftsfest vor der Brodhagen-Schule, jetzt Sekundarschule Gellershagen. Natürlich wird dieses Fest ehrenamtlich organisiert: ob AWO, Kirche, freiwillige Feuerwehr, OGS, Kita, Schule – die Akteure an den Ständen lassen deutlich erkennen, dass ihnen das Fest Spaß macht und sie gerne hier sind. Dies gilt auch für die beiden vor Ort vertretenen Parteien. Das Publikum besteht beileibe nicht nur aus jungen Familien, obschon sie die Mehrheit stellen. Auf dem Fest wird Musik gemacht, ein Zauberer tritt auf, Hüpfburgen wetteifern um die kleineren Kinder, die größeren lassen sich schmincken.
Die neu gegründete Sekundarschule Gellershagen, die das Schulgebäude mit der auslaufenden Brodhagenschule gemeinsam bevölkert, erfreute sich besonderer Aufmerksamkeit. Dies wurde u.a. deutlich durch ein Interview mit der Schulleiterin
Katarina Tweeboom und der Vorsitzenden des Fördervereins Sandra Pantel.
Schon heute titulieren Eltern und Lehrer die neue Schule als „Lieblingsschule“ und fordern alle auf sie zu besuchen, nach dem Motto „Sekundarschule ist das neue Lernen in Bielefeld“!      
Der stellvertretende Schulleiter Frederik Suchla berichtete von den ersten Wochen der neuen Schule: „Wir unterrichten 75 tolle Kinder in drei Klassen. Unterstützung findet das Kollegium bei den außerordentlich engagierten Eltern. Dieses Engagement befeuert zusätzlich die Motivation aller Mitarbeiter der Schule, nicht nur die der Lehrer. Der Start in das neue Schuljahr begann mit einer Projektwoche. Die Schüler*innen verglichen dabei wie Schule früher und heute ausgesehen und funktioniert hat und wagten auch einen Blick in die Zukunft. Die Ergebnisse dieser Projektwoche werden auf der offiziellen Einweihungsfeier der Schule am 11. Oktober vorgestellt.“
Quasi alle Schulen setzen sich einen übergeordneten Schwerpunkt, der kann musischer, sozialer oder auch technischer Natur sein. Gibt es in der sich gerade entwickelnden Sekundarschule Gellershagen bereits entsprechende Erwägungen? „Wir haben zunächst geschaut, welche Schwerpunkte die benachbarten weiterführenden Schulen haben, es macht wenig Sinn, da in direkte Konkurrenz zu treten. Aus den möglichen Themenfeldern kristallisierte sich schnell der Wunsch heraus, die Digitalisierung und die Informationstechnologie in unserer Schule als Schwerpunkt und zukünftiges Markenzeichen zu etablieren. Das beginnt ganz konkret mit der Nutzung moderner Unterrichtsmittel. So ist jede Klasse mit einem Smartboard ausgestattet und wir verfügen über drei sogenannte iPod-Koffer, die jeweils einen Klassensatz dieser  Tabletts enthalten. Wir beginnen jetzt aktiv mit der Suche nach Partnerunternehmen aus der Bielefelder Wirtschaft, die mit uns zusammen diesen Schwerpunkt ausgestalten wollen. Und wir suchen nach Informatik-Lehrern, mit denen wir dieses Konzept weiterentwickeln und umsetzen können.“
40 Jahre Alt und Jung in Bielefeld: Eine Pflege-Vision wird erwachsen
Unser Leitgedanke, die Wünsche älterer und behinderter Menschen zum Maßstab der Unterstützung zu setzen und dabei die Bedürfnisse der helfenden Menschen einzubeziehen, hat sich bis heute bewährt.
Wir fingen an als Hausbesetzer und Weltverbesserer, die den Anspruch hatten, hilfebedürftige Menschen sollten so selbstbestimmt wie möglich leben, und die dies auch für sich selbst anstrebten. Wir, das waren eine Gruppe Pflegender und eine pflegebedürftige Dame, die sich mit knapp vierzig Jahren zu jung für ein Altersheim fühlte und nach anderen Möglichkeiten der Versorgung suchte. Dies war der Anstoß zur Gründung des Vereins Freie Altenarbeit Alt und Jung e.V. im Winter 1987. Natürlich haben wir uns seitdem verändert, sind gewachsen, und haben uns weiter entwickelt. Aus einer Handvoll Idealisten mit der Vision von einer besseren Pflegewelt ist ein professioneller Pflegedienst geworden, der heute knapp 180 Angestellte umfasst. Mittlerweile, im Jahr 2018, begleiten, pflegen und unterstützen wir mit examinierten Pflegekräften, Kaufleuten, Hauswirtschaftsleuten und vielen tatkräftigen ehrenamtlichen Helfern gemeinsam 8,5 % der pflegebedürftigen Menschen in dieser Stadt.
Von Wachstumsschmerzen und Entwicklungsprozessen
1981 entstand in einem besetzten Haus in Schildesche die erste Pflege-Wohngemeinschaft, auch „H1“ genannt. Die Bewohner von „H1“ waren Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf und Pflegende, die anfänglich ebenfalls im Haus wohnten. Vieles war Neuland, Reibungen gehörten zum Alltag und Prozesse des Zusammenlebens mussten ausgelotet und verhandelt werden.
Schnell wurde die WG dann jedoch bekannt beim Bäcker, beim Apotheker, dem Friseur oder beim Hausarzt. Die Menschen im Viertel wurden dabei unterstützt, sich zu vernetzen und ihre Anliegen gemeinsam zu lösen. Die „H1“ wuchs stetig und weitere WGs bzw. Quartiersangebote folgten. Die Wohngemeinschaft H1 besteht bis heute und ist fester Bestandteil im Alt Schildescher Stadtkern. Von Bedeutung ist für uns bis heute auch die Einbindung der Wohngemeinschaft in das Quartier. Vernetzungsarbeit ist, nach der guten Pflege der Menschen, Hauptbestandteil unserer Arbeit, um Nähe im Wohnumfeld zu schaffen. Das Zusammenwohnen der Generationen war und ist ein maßgeblicher Faktor für die Entwicklung unseres Konzeptes. Dies erweist sich oft als eine Herausforderung, immer aber auch als eine Bereicherung. Denn unser Konzept basiert nicht im klassischen Sinne auf Zahlen und unternehmerischen Zielen, es erwächst aus der Realität verschiedener Lebensstile, Wohnwünschen und Persönlichkeiten. Dafür ist das selbstbestimmte Leben des Einzelnen ebenso ausschlaggebend wie das voneinander Lernen und miteinander Leben von Alt und Jung.
1995 wurden wir ein anerkannter Pflegedienst und genügen seither allen Anforderungen der gesetzlichen Leistungsträger. Es folgten die Verträge über Leistungen der ambulanten Hilfe für Menschen mit Behinderungen und ergänzende Leistungen der Hilfe zur Pflege.
Aufgrund des immer weiter steigenden Bedarfs an alternativen Pflegekonzepten entstand 1996 in Zusammenarbeit mit der Bielefelder Gemeinützigen Wohnungsbaugesellschaft (bgw) und der Stadt Bielefeld das „Bielefelder Modell“ zum quartiersbezogenen Wohnen mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale – ein Angebot an barrierefreiem Wohnraum und stadtteilbezogenen, niederschwelligen Versorgungsangeboten. Das „Bielefelder Modell“ ist heute weit über die Grenzen Bielefelds hinaus bekannt und macht bis heute überregional Schule.
2005 teilte sich der Verein aufgrund der Größe in die Vereine Alt und Jung Nord-Ost und Alt und Jung Süd-West auf, die mittlerweile jeweils größer sind als der damalige Verein selbst war.
Mit unseren Teams sind wir heute in vielen Wohnquartieren Bielefelds aktiv und bieten ein hoch qualifiziertes und am Bedürfnis des einzelnen Menschen orientiertes Dienstleistungsangebot, welches kontinuierlich reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt wird. In unseren neun Quartiers-Pflegeteams organisieren die Mitarbeiter ihre Arbeit eigenständig. Koordinierend wirkt unsere Geschäftsstelle, dass sich seit Mai 2017 in der Buddestraße 15 befindet.
Wir arbeiten gemeinsam mit Engagement und Professionlität daran, die Vielfältigkeit der Lebenskonzepte weiter zu gestalten und zu verbinden. Hierbei ist das effektive Zusammenspiel von Pflegedienst, Nachbarschaft, ehrenamtlich Tätigen, anderen sozialen Einrichtungen und lokalen Ressourcen bestimmend. Zusammen entwickeln wir täglich eine Versorgungsstruktur, die die bisherige Pflegelandschaft nachhaltig erweitert und verbessert. Besonders wichtig ist uns die Stärkung von sozialen und kulturellen Aktivitäten, Ortsnähe und die Beschränkung auf ein kleines Gebiet.
Nicht zuletzt haben wir uns auch strukturell und als Organisation weiter entwickelt und sind heute ein mittelständisches, sozialwirtschaftliches Unternehmen mit neun Quartiersstützpunkten. Wir bieten ambulante Pflege, soziale Hilfen, soziale Beratung und individuelle Begleitung bei Unterstützungsbedarf.
Und noch immer sind wir Menschen, die nicht einfach hinnehmen, was vorgegeben wird. Bis heute gilt unverändert unser Ziel, Menschen mit besonderem Hilfebedarf individuelle Unterstützung in der eigenen Wohnung zu bieten und ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.
Wir sind nach vierzig Jahren engagiert, kompetent, verlässlich und noch immer ein bisschen anders!  
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